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18Feb

Plagiat: Ein Thema für Studierende und Karl Theodor zu Guttenberg

Es ist mitunter das erste, das Studierende geisteswissenschaftlicher Fächer an der Uni lernen: richtiges Zitieren. Hierbei ist das gruselige Wort „Plagiat“, d.h. der „Diebstahl geistigen Eigentums“, unumgänglich und wird im Zusammenhang mit Androhung von Exmatrikulation und Geldstrafen in 5-stelliger Höhe genannt. Wie akribisch muss ich belegen? Hinter jeden Satz eine Fußnote? Sollte ich lange Zitationen durch eigene Gedanken unterbrechen? Darf ich bei anderen wiedergefundene eigene Gedanken auch als meine eigenen verwenden? Aus wie viel Zitat und wie viel Eigenleistung soll ein Abschnitt bestehen? Wie viel Abwandlung macht ein direktes Zitat („“) zu einem indirekten (vgl.) und wie viel zu einem eigenen Gedanken, der sich mit dem von jemand anders deckt (vgl. auch)? Welche Quellen darf ich zitieren? Das sind nur ein paar Fragen, die Studierenden bei ihren Arbeiten Kopfzerbrechen bereiten. Nicht selten ärgert man sich, dass ein guter eigener Gedanke bereits auch in einer Quelle vorkommt – welch schlauer Schuft, der den Gedanken vor mir hatte – und man versucht ihn soweit umzustrukturieren, bis es nicht mehr auffällt.

Fertigt auch gern Plagiate an - KT zu Guttenberg. Quelle: Wikipedia

Fertigt auch gern Plagiate an - KT zu Guttenberg. Quelle: Wikipedia

Ähnliches wird gewiss auch Verteidigungsminister zu Guttenberg durch den Kopf gegangen sein. Nun wird er von Seiten einiger Wissenschaftler mit dem Vorwurf des Plagiats bei seiner Doktorarbeit in Jura mit dem Titel „Verfassung und Verfassungsvertrag – konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU“ konfrontiert sowie von einigen jene Autor_innen, von denen er abgeschrieben haben soll. Unter anderem schrieb Dr. Barbara Zehnpfennig für die FAZ vom 27.11.1997 einen Artikel, dem große Teile der Doktorarbeit zu Guttenbergs stark ähneln, teils paraphrasiert, teils im Wortlaut exakt übernommen, ohne dabei hinreichend kenntlich gemacht zu werden. Sie fordert die Aberkennung seines Doktortitels und steht damit nicht alleine da.

Nun mögen Leser_innen denken, es handle sich – wie Unionspolitiker sagen – um eine „Schmutzkampagne“ gegen den beliebten CDU-Politiker. Wer will, kann hierzu zahlreiche Artikel der letzten Tage in Zeitungen und Internet mit Meinungen und Einschätzungen verfolgen.

Dieser Artikel soll in erster Linie das studentische Thema „Plagiat“ behandeln. Dass sich gerade der hochstilisierte zu Guttenberg als Vorlage und Beispiel darbietet, macht es natürlich umso interessanter und brisanter. weiterlesen »

01Dez

Die Uni Münster googlet jetzt auch…

Wie die Universität gestern bekannt gegeben hat, benutzt die Internetseite www.uni-muenster.de nun die Suchmaschine Google, die durch ihre Gier nach Informationen (siehe StreetView, Einscannen von Büchern, etc.) einen hohen Bekanntheitsgrad (und vor allem finanziellen Wert) gewonnen hat.

Campus Grün zeigt sich darüber erfreut, dass sie Universität ihre interne Suche effizienter, zielführender und somit nutzerInnenfreundlicher gestalten will. Ob der Daten-Hai Google dafür aber die richtige Wahl darstellt, mag bezweifelt werden. Wenn das Ziel jedoch ist, Google noch mehr Informationen über uns zur Verfügung zu stellen, dann ist Google die richtige Wahl.

Im Kritischen Dialoag mit dem ZIV (Zentrum für Informationsverarbeitung an der Uni Münster) wird Campus Grün sich für den konsequenten Schutz der Daten der Studierenden einsetzen.

Neben dem Einsatz von Google an der Universität, gibt es nämlich noch weitere Datenschutz-bedenkliche Zustände an der Uni Münster.

Unter Anderem wäre dabei der Einsatz der Lern-Plattformen Moodle und BSCW zu nennen, die oft zu leichtfertig die Daten der Nutzer darstellen.

Mehr Informationen:

http://www.uni-muenster.de/Rektorat/exec/upm.php?rubrik=Alle&neu=1&monat=200911&nummer=12322

http://www.ft.com/cms/s/2/c3e49548-088e-11dc-b11e-000b5df10621,dwp_uuid=e8477cc4-c820-11db-b0dc-000b5df10621.html

http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2006/10/168

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