Campus Grün Münster
Zwei Jahre Campus Grün an der Uni Münster – nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die starke Wählerschaft stehen Ökologie, Nachhaltigkeit, Transparenz und Fairness in AStA und Studierendenparlament besonders auf der Tagesordnung.
Schneller Aufstieg mit positiver Resonanz
Im November 2009 gegründet, kann Campus Grün Münster einen beeindruckenden Start in Münster vorweisen: So wurde die grüne Hochschulgruppe bei der Studierendenparlamentswahl 2010 mit 25,2 Prozent der Stimmen die zweitstärkste Liste und ist mit neun Plätzen im Studierendenparlament (Stupa) in der Regierungskoalition mit der Juso-HSG.
Außerdem ist Campus Grün mit dem Vorsitz im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und dem Politikreferat auch im Exekutivorgan des Parlaments vertreten.
Die Programmatik der Campus Grünen
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Prinzip von der grünen Hochschulgruppe, allerdings umfasst es nicht nur das Themengebiet der Ökologie, sondern auch andere Gebiete wie u.a. freier Hochschulzugang, nachhaltige Bildungspolitik, damit die Studierenden selbstständiger und freier von den Bachelor/Master-Vorgaben arbeiten können, oder Partizipation der Studierenden an wichtigen Gremien der Universität.
Neben Nachhaltigkeit fordert Campus Grün transparente Unipolitik, die für jede/n einfach zugänglich sein muss, ein übersichtliches Informationsangebot seitens der Uni und aller politischen Gremien und eine größere Auswahl vegetarischer und biologischer Menüs in den Mensen.
Wer Campus Grün wählt, weiß: Gleichberechtigung hat die Gesellschaft immer noch nicht so sehr durchdrungen, wie sie sollte. Deswegen setzt sich die Gruppe unter anderem konsequent für die Förderung weiblicher Interessen ein. In der Praxis heißt das zum Beispiel: eine quotierte Kandidatenliste für die Wahl zum Studierendenparlament. Auch der Campus Grün Vorstand ist geschlechtlich ausgeglichen. So wird einer männlich-dominierten Parteiarbeit vorgebeugt, wie sie anderswo gängig ist.
Soziale Gleichberechtigung sollte eigentlich jede demokratische Partei ansteuern. Gleiche Bildungschancen für alle werden deshalb von Campus Grün gefordert. Dass Studiengebühren hiermit unvereinbar sind, liegt auf der Hand.
Weiterhin lehnt Campus Grün die Verschulung des Studiums und die wirtschaftliche Ausrichtung des Bildungsbetriebs ab. Überfüllte Stundenpläne und Hörsäle sowie massiver Leistungsdruck nehmen die Möglichkeit zur selbstbestimmten Bildung.
Zwar entziehen sich diese Probleme leider der Reichweite von studentischer Hochschulpolitik, aber Campus Grün sieht sich in der Pflicht, den außerparlamentarischen Protest zu unterstützen, wie z. B. 2009 den bundesweiten Bildungsstreik.
Engagement in- und außerhalb der Hochschulpolitik in Münster
Campus Grün möchte durch zahlreiche Projekte für ökologische Themen sensibilisieren – denn nachhaltig denken heißt umweltbewusst sein.
Um die Zielsetzungen der Hochschulgruppe effektiver zu verfolgen, hat Campus Grün für bestimmte Themenbereiche Arbeitsgruppen gegründet, die für das Plenum den entsprechenden Input herausarbeiten – so hat Campus Grün im Winter 2010 einen sogenannten Ökoreader herausgebracht, der den Studierenden einen Überblick über alternative, ökologische und biologische Restaurants, Cafés, Clubs, Einkaufsläden und politische Gruppen vorstellt.
Ebenso engagiert sich Campus Grün bei zahlreichen Aktionen, so zum Beispiel beim Bildungsstreik, bei den Anti-Atom-Demos im Frühsommer 2011, bei Aktionen zum Wechsel zu Ökostrom und vielem mehr. Zusätzlich wird ein- bis zweimal jährlich eine Klausurtagung veranstaltet, in der sowohl grundsätzliche Positionierungen als auch neue Anregungen erarbeitet werden.
Natürlich kommt auch der Spaß bei der Klausurfahrt nicht zu kurz – generell sind die Teilnehmenden der grünen Hochschulgruppe auch privat gut befreundet und treffen sich in regelmäßigen Abständen auch abends zum reinen Vergnügen – abseits der hochschulpolitischen Belange.
Mitmachen erwünscht!
Das wichtigste “Organ” der Arbeit von Campus Grün ist das Plenum. Hier werden alle Themen entwickelt und besprochen, von der verrücktesten Idee bis zum Satzungsänderungsantrag. Zudem ist das Plenum der Ort, an dem entschieden wird: Alle Beschlüsse werden hier basisdemokratisch legitimiert.
Dabei ist jede/r eingeladen, mitzuarbeiten, eine Mitgliedschaft im formellen Sinn gibt es nicht. Studierende, die unvoreingenommen für eine grüne Hochschulpolitik eintreten möchten, sind jederzeit herzlich eingeladen beim Plenum vorbeizuschauen und auch mitzumachen:
Campus Grün trifft sich jeden Dienstag um 20 Uhr im Grünen Zentrum am Bahnhof (Windthorststraße 7). Außerdem gibt es am Anfang jedes Semesters ein Treffen für Neueinsteiger/innen und Interessierte; die Termine werden in der Facebook-Gruppe, in der NaDann und auf der Homepage www.campusgruen-muenster.de bekanntgegeben.



